Festpreis oder Stundenlohn beim Handwerker – was ist besser?

Von der FUGWERK-Redaktion · Aktualisiert am · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Für klar umrissene Standardarbeiten – Steckdose tauschen, Abfluss frei machen, Armatur wechseln – ist ein Festpreis fast immer die bessere Wahl: Du kennst die Kosten vorher und trägst kein Risiko, wenn es länger dauert. Ein Stundenlohn lohnt sich nur bei offenem, schwer schätzbarem Umfang (Fehlersuche, größere Umbauten) – und auch dann nur mit vorher vereinbarter Obergrenze.

So rechnen Handwerker normalerweise ab

Der Klassiker ist der Stundensatz. 2026 liegt er in Deutschland für Elektro- und Sanitärarbeiten grob bei 45–85 € netto pro Stunde, Meisterbetriebe auch darüber. Dazu kommen typischerweise:

  • Anfahrtspauschale von 20–50 € (oder pro Kilometer)
  • Material, oft mit Aufschlag auf den Einkaufspreis
  • die „angefangene Stunde“ – 65 Minuten Arbeit können als zwei Stunden auf der Rechnung stehen
  • Zuschläge für Abend, Wochenende, Feiertag

Das Problem für dich als Kundin oder Kunde: Vor dem Termin weißt du nie, was am Ende zusammenkommt. Dieselbe Steckdose kann 80 € oder 180 € kosten – je nachdem, wie lange jemand braucht und wie gerechnet wird.

Was ein Festpreis anders macht

Beim Festpreis zahlst du für ein Ergebnis, nicht für Zeit. Anfahrt und Standard-Material sind eingerechnet, und ob die Arbeit zehn Minuten schneller oder langsamer geht, ist nicht dein Risiko, sondern das des Betriebs. Der Preis, den du vor der Buchung siehst, ist der Preis auf der Rechnung.

Rechenbeispiel Steckdose. Nach Stundenlohn: 45 Min. Arbeit, aber als eine volle Stunde à ~70 € berechnet, plus 30 € Anfahrt, plus Material – schnell 120–160 €, vorher unklar. Bei FUGWERK: 129 € Festpreis, Anfahrt und Material inklusive, vorher bekannt. Kein Taxameter, keine Überraschung.

Vorteile und Grenzen im Überblick

Festpreis – stark bei: planbaren Standardarbeiten mit klarem Umfang. Du hast Kostensicherheit, kein Zeitdruck-Risiko und eine saubere Vergleichsbasis.

Stundenlohn – sinnvoll bei: wirklich offenem Umfang, etwa einer aufwendigen Fehlersuche in einer alten Installation oder einem größeren Umbau, bei dem niemand seriös vorher pauschalieren kann. Dann gilt: vorher eine schriftliche Kostenobergrenze vereinbaren, damit aus „ein paar Stunden“ keine offene Rechnung wird.

Und wenn mein Vorhaben nicht in ein Festpreis-Raster passt?

Genau dafür gibt es bei FUGWERK zwei Wege: Die häufigen Kleinaufträge laufen zum echten Festpreis aus dem Katalog (Elektro und Sanitär in Dortmund, Material und Anfahrt inklusive). Für größere oder unklare Vorhaben raten wir nicht ins Blaue, sondern holen ein individuelles Festpreis-Angebot ein – so behältst du auch dort Kostensicherheit, statt in eine offene Stundenabrechnung zu laufen.

In beiden Fällen greift dasselbe Schutzprinzip: geprüfter Meisterbetrieb, Geld erst nach deiner Abnahme, ordentliche Rechnung für den Steuerbonus nach § 35a EStG. Wie das im Detail abläuft, steht unter So funktioniert's.